Enkaustik ist ein Mal-Prozess, bei dem die Hitze benutzt wird, um das Wachs zu schmelzen. Das Wort Enkaustik wird oftmals auch für Cold Wax verwendet, was nicht ganz richtig ist. Denn Cold Wax besteht aus einer Mischung von Dammer Harz, Wachs, Terpentine und Ölfarben, welche so nicht erhitzt werden. Diese Mixture hat eine Konsistenz wie Butter und kann daher direkt auf dem Malgrund übertragen werden.

Um diesen Prozess zu vollziehen, können verschiedene Werkzeuge eingesetzt werden, wie zum Beispiel Spachtel, Pinseln oder Gummipinseln. Zudem kann mit mehreren Schichten gearbeitet werden, die man einerseits wegkratzen kann, um so die untere Schicht hervorscheinen zu lassen, andererseits um eine andere Schicht abzudecken.


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Enkaustik Bilder sind sehr langlebig. Bienenwachs und Harz sind feuchtigkeitsundurchlässig, was sie extrem langlebig macht; sie werden nicht vergilben oder verdunkeln. Rahmen Sie die Enkaustik nicht unter Glas, das ist nicht nötig. Außerdem verlieren Sie die Schönheit des Wachses und wie das eigenem Lichtspielt des Bildes. Wenn Sie einen Rahmen um die Kanten legen möchten, eignet sich am bestem ein Schattenfügenrahmen.

Auch wenn sie extrem langlebig sind, sollte die Enkaustikbilder mit Vorsicht behandelt werden, um Kratzer auf der Oberfläche zu vermeiden und die Kanten zu schützen.

Setzen Sie das Bild nicht extremen Temperaturen aus; lassen Sie ihn nicht in einem heißen Auto, draußen in der direkten Sonne oder unter extremer Kälte stehen. Sie eignen sich am besten für stabile Temperaturen zwischen 40-125 Grad Farenheit.

Enkaustische Gemälde können im ersten Jahr während der Aushärtung des Wachses “blühen”, ein verschwommener weißer Rest. Es ist völlig normal und lässt sich leicht entfernen, indem man die Oberfläche vorsichtig mit einem weichen Tuch abwischt.  Ich benutze einen alten Seidenstrunpf.

HINWEIS: Die Farben können je nach Bildschirm leicht variieren.